Utopische Realpolitik

Utopische Realpolitik — Die Neue Linke in Lateinamerika

2. erweiterte und aktualisierte Auflage erschienen im März 2011 im Pahl-Rugenstein-Verlag, Bonn, 175 Seiten, 16,90 Euro.

Website zum Buch

Das Buch … leistet einen – notwendigerweise kursorischen – Überblick über die Prozesse in Venezuela, Bolivien, Ecuador und bei den Zapatisten in Mexiko. Herausgearbeitet werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede, kritisch, aber immer solidarisch und unter Berücksichtigung des jeweiligen historischen Hintergrunds. So wird beispielsweise die zapatistische Räte- und Autonomiestruktur knapp und präzise erklärt – ein Highlight! (Südwind, Heft 6/2011).

Engagiert, zuweilen sehr kritisch und mit großer Sympathie für die sozialpolitischen Entwicklungen in Lateinamerika nimmt Buttkereit die LeserInnen an die Hand und führt sie durch den Dschungel der verschiedenen sozialen Bewegungen, Netzwerke, Kooperationen und Einzelakteure. (iz3w, Heft 321)

Das Buch ist allen zu empfehlen, die bereit sind, linke Politik wirklich undogmatisch und ohne Scheuklappen neu zu denken und neue Wege zu akzeptieren. (SoZ, 6/2010)

Das Buch ist gut geschrieben und daher für die politische Bildungsarbeit bestens geeignet. Sein Autor läßt keinen Zweifel daran, daß er sich einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts wünscht, der von unten her entwickelt wird. Doch ist er sich zugleich im klaren darüber, daß solche Versuche ohne staatliche Unterstützung innen- wie außenpolitisch chancenlos sind. (junge Welt, 3. Mai 2010)

[…] die Selbstorganisierungsprozesse an der Basis werden […] ausführlich dargestellt. Dabei setzt er sich im Fall Venezuela durchaus kritisch mit dem Chávez-Kult auseinander, ohne die durchaus eigenständige Organisierung an der Basis zu vernachlässigen. Ebenso differenziert ist Buttkereits Auseinandersetzung mit den indigenen Kommunen in Bolivien. Er benennt die repressiven Elemente in solchen Gemeinschaften, sieht aber in den durch eine neoliberale Politik verursachten sozialen Verheerungen den Hauptgrund für die Rückbesinnung auf diese Traditionen. (Neues Deutschland, 16. März 2010)

Klappentext: Die Neue Linke in Lateinamerika gibt der Welt neue Hoffnung. Die Entwicklungen in Venezuela, Bolivien, Ecuador oder Chiapas können die erlahmte Bewegung für eine bessere Welt auch hierzulande neu in Gang bringen. Sie regen, richtig verstanden und analysiert, zu praktischer Kritik an den überholten Prinzipien der erstarrten alten Linken an und zeigen neue Wege auf. Denn es gelingt der Neuen Linken ganz im Sinne Che Guevaras, realistisch zu bleiben und das Unmögliche zu versuchen.

Hugo Chávez, Evo Morales und Rafael Correa aber auch Subcomandante Marcos sind, so die These dieses Buches, utopische Realpolitiker. Sie haben sich gemeinsam mit ihrer jeweiligen Basis auf den Weg gemacht, eine wirklich andere Welt möglich zu machen, in der nicht das Kapital sondern der Mensch und seine allseitige Entwicklung im Mittelpunkt stehen wird – wenn die Bewegungen Erfolg haben.

Helge Buttkereit fasst in diesem Buch erstmals die unterschiedlichen aktuellen Bewegungen in einer Studie zusammen, arbeitet die Prinzipien von Selbstorganisation, solidarischer Ökonomie und neuem Internationalismus heraus und widmet sich auf Grundlage neuer und alter Überlegungen dem „Sozialismus im 21. Jahrhundert“.